Vorteile vom Meditieren mit 432 HZ Musik



Bei deiner Recherche zu Meditationshilfen bist du möglicherweise schon auf 432 Hz Musik gestoßen. Die Musik mit 432 Hz hat viele Fans. Sie schwören darauf, dass die Musik in dieser Frequenz besonders angenehmen, entspannend und heilsam sei. Sie soll bei der Meditation die selbstheilenden Kräfte des Körpers unterstützen.


Außerdem soll sie positive Energien aktivieren. Als Begründung führen sie an, dass Musik in dieser Frequenz mit der Natur abgestimmt sei und daher auch unserem persönlichem Rhythmus entspreche. Doch was ist dran an der 432 Hz Musik und woher kommt sie?



Was genau ist 432 Hz Musik?


Musik in 432 Hz ist Musik, dessen Kammerton bei einer Frequenz 432 Hz von liegt. Der Kammerton ist ein Bezugston, auf den sich alle anderen Instrumente abstimmen. Vielleicht hast du es bei einem Konzert mal mitangesehen: Ein Musiker spielt einen Ton vor und alle anderen stimmen ihre Instrumente danach ab. Oder sie verwenden eine Stimmgabel dafür. Der Kammerton sorgt für die Harmonie des Orchesters.


Eine Frequenz von 432 Hz bedeutet, dass der eine Gitarrenseite 432 mal schwingt, wenn dieser Ton gespielt wird.


In der westlichen Musik ist der Kammerton der Ton A. Seit 1939 gilt für diesen Kammerton eine Frequenz von 440 Hz. Das wurde auf der Stimmkonferenz in London entschieden. Zuvor gab es je nach Stil, Region und Komponisten unterschiedliche Ansichten, welcher Ton nun der Kammerton sein sollte.


Mit der Zeit entstand aber das Bedürfnis, einen weltweit einheitlichen (aber nicht verpflichtenden) Kammerton festzulegen. Deswegen ist heute so ziemlich jede Musik, die du im Radio, Streaming, in Filmen, Serien etc. hören wirst, auf den Kammerton A bei 440 Hz gestimmt.


Wieso nun 432 Hz?


Die Einigung auf 440 Hz scheint willkürlich und ohne Bezug. 432 Hz war nicht nur eine zuvor schon verbreitete Frequenz für den Kammerton. Sie findet sich ebenfalls in der Natur wieder. Joseph Sauveur (1653-1716), der Begründer der wissenschaftlichen Akustik, schlug bereits einen Kammerton C mit 256 Hertz vor, was 432 Hz beim Ton A entspricht.


Er sprach sich für diesen Ton aus, weil sie in Einklang mit den natürlichen Schwingen der Stimmbänder, der Lippen beim Pfeifen und Blasen entspricht. Guiseppe Verdi (1813-1901) schlug in einem Brief aus dem Jahre 1884 an die Musikabteilung Italiens den Kammerton A mit 432 Hz als verbindlich vor. Auch Rudolf Steiner (1861-1925) und andere Anthroposophen setzten sich für einen Kammerton A mit 432 Hz ein.



Die 432 Hz im Universum



Der Ursprung der 432 Hz findet sich in den Planetenklängen und den Planetenschwingungen. Dabei werden die Umlaufbahnen der Planeten in Frequenzen und anschließend in Frequenzen von Tönen umgewandelt. Die Planetenklänge liegen eigentlich in einem für das menschliche Ohr zu niedrigen Bereich.


Daher werden sie solange um eine Oktave erhöht, bis sich ein für den Menschen wahrnehmbarer Ton ergibt. Das hat eine Jahrtausende Tradition. Schon Pythagoras (570 v. Chr. – 510 v. Chr.) forschte im Bereich der Planetenklänge und begründete somit die „Sphärenharmonie“. Für ihn und andere Pythagoreer beruht das Universum auf mathematische Gesetzmäßigkeiten und bildet ein harmonisches Ganzes.


Lese Tipp:

Der Physiker Windfried Otto Schumann (1888-1974) konnte im Jahre 1960 experimentell nachweisen, dass ein Teil der Erde einen Hohlraumresonator bildet. Dadurch entstehen elektromagnetische Wellen mit bestimmten Resonanzfrequenzen.


Diese Resonanz wird nach ihm „Schumann-Resonanz“ genannt.


Laut seinen Berechnungen liegt diese Resonanz bei 8 Hz. 8 Hz sind für das menschliche Ohr nicht hörbar. Erweitert man diese Frequenz jedoch um mehrere Oktaven, bis man in den hörbaren Bereich kommt, dann kommt man auf den Kammerton A bei 432 Hz.



Der Schweizer Musikwissenschaftler Hans Cousto (geboren 1948) berechnete die Planetentöne aus den Rotations- und Umlaufperiodenzeiten der Planeten und fand so die „harmonikalen Kammertöne“. Ein Tag war zum Beispiel ein „Tageston“, ein Jahr auf der Erde ein „Jahreston“. Der Jahreston entspricht dem Ton Cis mit einer Frequenz von 0,0000000316875412 Hz. Auch dieser Ton ist zu tief für das menschliche Gehör. Um 32 Oktaven erhöht ergibt sich ein Cis von 136,10 Hz. Bei einem Cis von 136,10 Hz liegt der Kammerton A ebenfalls auf 432 Hz.



Befürworter der 432 Hz Musik geben an, dass die natürliche Schwingung vor allem auf subtile Weise wirkt. Da sie dem Bio-Rhythmus der Erde und uns selbst entspricht, hilft sie uns bei der Meditation, in Einklang mit dem Planeten und uns selbst zu sein. Es handelt sich um „göttliche“ Musik, um die Musik des Universums. Die 432 Hz Musik wirkt beruhigend, fördert unsere Konzentration und verfügt über heilsame Kräfte. Sie synchronisiert unsere Gehirnhälften und Zellen und harmonisiert unsere DNA. Zusammenfassend:


  • beruhigende und konzentrationsfördernde Entspannungsmusik für die Meditation

  • Entspricht unserem natürlichen Rhythmus

  • Angenehmer und weicher Klang


Kritiker werfen ein, dass es für die heilsame Wirkung von 432 Hz Musik nicht genügend wissenschaftliche Beweise gibt. Jede als beruhigend und konzentrationsfördernd empfundene Wirkung beruht letztlich nur auf einen Placebo-Effekt. Unumstritten ist jedoch, dass sich Musik positiv auf die Psyche und den Körper des Menschen auswirkt. Und wenn die 432 Hz Musik als angenehmer empfunden wird, wieso sollte man sie deshalb nicht als Meditationshilfe verwenden?


Mittlerweile werden online ganze Ambient-Klanglandschaften angeboten, die auf 432 Hz gestimmt sind. Es gibt auch CDs mit 432 Hz Musik zu kaufen. Die Musik eignet sich gut als Alternative zu Naturklängen oder anderer ruhiger Ambient-Musik für die Meditation.


Fazit


Ob nun etwas dran ist oder nicht, dass Musik in der Frequenz von 432 Hz im Einklang mit unserem Rhythmus und mit dem Universum steht. Viele empfinden die Musik als entspannend, warm und hilfreich für die Meditation. Du kannst es auf jeden Fall mal versuchen.


Und? Hat dir der Beitrag gefallen? Lass es uns wissen! Und wenn du noch Fragen zum Thema 432 Hz Musik hast, dann stell sie ruhig in den Kommentaren.

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